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Experimente & Hypothesen

Die Planung von Biologie Unterricht orientiert sich häufig an der Naturwissenschaft Biologie (vgl. Standardverfahren). Deshalb finden sich entsprechende naturwissenschaftliche Strukturen im BU wieder: Deduktion & Induktion, Hypothesenbildung & -überprüfung sowie Experimente und Versuche.
Die Klärung der Begrifflichkeiten vor der Planung ist für eine sinnvolle Umsetzung hilfreich, deshalb hier der Versuch einer Zusammenfassung.

Naturwissenschaftliche Hypothesen

Naturwissenschaftliche Hypothesen müssen mind. 2 Bedingungen erfüllen:

  1. sie müssen in sich widerspruchsfrei und eindeutig formuliert sein
  2. sie müssen überprüfbar und ggf. widerlegbar sein
    Es müssen Sachverhalte/Ergebnisse existieren, die die Hypothese bestätigen aber auch solche Sachverhalte/Ergebnisse, die sie wiederlegen (Falsifikatoren). Gleichzeitig müssen die in der Fromulierung auftretenden Begriffe und Konzepte operationalisierbar sein, d.h. durch Beobachtungen erfassbar sein.
  3. sie müssen im Sinne einer synthethischen Aussage formuliert sein

weiterhin sind die folgenden Charakteristika anzutreffen:

  • sie machen Angaben zu Zusammenhängen oder sind Antworten auf Problemstellungen

Es gibt verschiedene Typen von Hypothesen, man unterscheidet prinzipiell (z.B. Hussy & Möller) zwischen:

  • Kausalhypothesen (z.B. je - desto, wenn - dann)
  • funktionale Hypothesen (z.B. x hat im System S die Funktion f)

Die experimentellen Anforderungen und Untersuchungsmöglichkeiten zur Überprüfung dieser beiden Hypothesentypen undterscheiden sich zwar nicht in ihrer Struktur, jedoch in der Interpretation der Ergebnisse und den notwendigen Kontrollen bzw. Vergleichen (vgl. R. Kötter, Anmerkungen zur Experimentalkultur).